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ifo Architektenumfrage: Geschäftsklima leicht eingetrübt

Nach einer aktuellen Umfrage des ifo Instituts zeigen die Ergebnisse unter den freischaffenden Architekten, dass sich das Geschäftsklima zu Beginn des 3. Quartals 2013 zwar leicht eingetrübt hat aber weiterhin freundlich bleibt. Die Auftragseingänge hingegen sind deutlich gesunken.

Die befragten Architekten schätzten ihre aktuelle Geschäftslage nochmals etwas besser ein als im Vorquartal. Der Anteil der Umfrageteilnehmer, die ihre derzeitige Auftragssituation als „schlecht“ bezeichneten, stieg leicht von 14 auf 16%, gleichzeitig nahm jedoch auch der Anteil der „gut“-Urteile zu und erreichte mit 47% fast die „magische“ 50%-Marke. Im Hinblick auf die weiteren Geschäftsaussichten nimmt hingegen die Skepsis unter den Architekten zu. Eine „eher bessere“ Auftragssituation im Verlauf des nächsten halben Jahres erwarten nur noch 14 statt zuvor 17% der Befragten, ebenso rechnen 14% mit einer eher negativen Entwicklung.

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55% der freischaffenden Architekten konnten im 2. Quartal 2013 neue Verträge abschließen, nur etwas weniger als im vorangegangenen Quartal (57%). Der Aufwärtstrend, der seit gut zehn Jahren zu beobachten ist, hat sich damit deutlich abgeflacht. Das geschätzte Bauvolumen aus den im 2. Quartal 2013 neu abgeschlossenen Verträgen (Neubauten ohne Planungsleistungen im Bestand) für Wohnungsbauten war erneut rückläufig, die Planungsaufträge für Nichtwohnbauten schrumpften sogar im fünften Quartal hintereinander.

Während sich die Bestellvolumina zur Planung von Ein- und Zweifamilienhäusern seit knapp zwei Jahren etwas über dem langjährigen Durchschnittswert eingependelt haben, schrumpfte das Volumen der von den Architekten neu akquirierten Aufträge zur Planung von Mehrfamiliengebäuden um 20%. Damit fiel der Rückgang nicht ganz so stark aus wie im Vorquartal; gegenüber der Auftragsspitze im 4. Quartal 2012 waren die Planungsvolumina jedoch nur noch halb so umfangreich.

Im Wirtschaftsbau scheint es mit dem 2009 begonnenen Aufwärtstrend zunächst vorbei zu sein: Die Architekten verzeichneten im 2. Quartal 2013 in diesem Teilsegment einen Rückgang des Ordervolumens um ca. ein Drittel. Die von öffentlichen Auftraggebern vergebenen Planungsaufträge brachen weiter ein und wiesen im Berichtsquartal nur noch ein Viertel des Volumens auf, das sie im 3. Quartal 2012 erreicht hatten.

Mit einem durchschnittlichen Bestand an Aufträgen in Höhe von 6,0 Monaten verfehlten die befragten Architekturbüros den Wert des Vorquartals (6,2 Monate) nur knapp. „Zu Beginn der 1990er Jahre besaßen die Architekten allerdings im Durchschnitt Auftragspolster, die noch rund einen Monat größer waren“, ergänzt Erich Gluch, Experte aus dem ifo Zentrum für Industrieökonomik und neue Technologien.

Quelle: ifo Institut